Gemeinsame Pressemitteilung der Nationalparkverwaltung, des Mellumrat e.V. und des Soltwaters e.V. / 15.08.2016

Gemeinsame Pressemitteilung der Nationalparkverwaltung, des Mellumrat e.V. und des Soltwaters e.V. / 15.08.2016

 

Helfende Hände für Minsener Oog
Fast 18.000 Strandmüll-Teile an einem Tag gesammelt

In einer Gemeinschaftsaktion haben die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, der Mellumrat e.V. und der Soltwaters e.V. am vergangenen Samstag (13.8.) den Strand von Minsener Oog von angespültem Müll befreit.

Am Vormittag kamen 40 freiwillige Helfer von Soltwaters e.V., Interessenvertretung der Wattfahrer mit Segelbooten nach Minsener Oog. Zunächst versammelten sie sich im Besuchersektor an der Südspitze, wo sie von Dr. Gerald Millat, Dezernent für Kommunikation und Forschung bei der Nationalparkverwaltung, begrüßt wurden. Nach einer Einführung in die richtige Vorgehensweise teilten sich die Soltwaters in zwei Gruppen auf, um unter fach- und ortskundiger Führung von Mitarbeitern der Nationalparkverwaltung und des Mellumrat e.V. den Strand systematisch nach Müll abzusuchen. Die Sammelbehältnisse, Big Bags und kleinere Taschen, wurden von den Mitgliedern der Soltwaters mitgebracht.

Der Mellumrat führt seit 1995 systematische und kontinuierliche Untersuchungen zur Strandvermüllung auf den Inseln Minsener-Oog und Mellum durch. Im Sinne einer durchgängigen Dokumentation galt es deshalb auch an diesem Tag, alle gesammelten Teile genau zu erfassen.

17.815 Teile wurden gezählt und ca. acht m³ Müll in neun Big Bags gesammelt. Es dominierten Folien, Netzreste und Schnüre aus Kunststoff. Haushaltsmüll war erstaunlich wenig zu finden.

Die Insel Minsener Oog ist ein Strombauwerk an der Zufahrt zum Jadefahrwasser. Sie ist Eigentum der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und wird vom Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven verwaltet. Gleichzeitig ist die Insel Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Bis auf einen kleinen Besuchersektor an der Südspitze gehört sie zur  streng geschützten Ruhezone des Nationalparks.

Vom Frühjahr bis Ende Juli sind die Strände und spärlich bewachsenen Dünen Brutbiotope für hochgradig gefährdete Strandbrüter, insbesondere für Zwerg-, Fluss- und Brandseeschwalben. Die Bestandszahlen dieser Brutvögel sind im Nationalpark im letzten Jahrzehnt stark rückläufig, so dass alles vermieden werden muss, was das Brutgeschäft dieser Vögel beeinträchtigen könnte. Auch als Rast- und Nahrungsgebiet für zahlreiche Wat- und Wasservögel besitzt Minsener Oog eine überragende Bedeutung.

Doch auch im Nationalpark sind Strände nicht gegen angeschwemmten Müll gefeit. Strandmüll kann durch Verheddern oder Verschlucken zur tödlichen Falle für Vögel und Meeressäuger werden. Er verschandelt die Landschaft und zerstört die Pflanzendecke. In streng geschützten Bereichen ist Handarbeit gefragt, um die Natur möglichst geräuschlos, schnell und effektiv von den Abfällen zu befreien, ohne während des Einsammelns große Störungen hervorzurufen. Deshalb erfolgte die seit letztem Jahr gemeinsam geplante Aktion jetzt nach Abschluss des Brutgeschehens.

Die Big Bags werden vom Wasser- und Schifffahrtsamt zu einem hochwassersicheren Lagerplatz gebracht und  bei nächster Gelegenheit zum Festland transportiert.

Alle Beteiligten bezeichneten die Sammelaktion als gelungene Veranstaltung und sprachen sich für eine Fortsetzung des Engagements aus. Für ihre Initiative sprachen Nationalparkverwaltung und Mellumrat den Mitgliedern von Soltwaters e.V. großen Dank aus.

 

 

Bilder zur Presseinformation zum Download unter:

http://www.nationalpark-wattenmeer.de/nds/service/publikationen/mullsammlung-minsener-oog-1382016/3728

Bild 1: Mitglieder von Soltwaters e.V. sammelten angespülten auf Minsener Oog. Foto: Nationalparkverwaltung

Bild 2: Dr. Dietrich Frank (2. v.r.) und weitere Mitarbeiter von Mellumrat e.V. und Nationalparkverwaltung begleiteten Mitglieder von Soltwaters e.V. bei der Sammlung von angespültem Müll auf Minsener Oog. Foto: Nationalparkverwaltung

Verwendung der Fotos im Rahmen der Berichterstattung über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer frei. Belegexemplar erbeten.

Bilder zur Presseinformation von Soltwaters im Rahmen der Berichterstattung zur Müllsammelaktion. Fotos: Iris Bornhold

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Wassersportler räumen Vogelschutzinsel auf

Über 200 Flaschen und Plastikteile in nur einer Flutmulde entdeckt (siehe Foto)

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(Foto: Holger Peterson)

Eine Flotte von 22 Yachten wird mit großen Müllsammelbehältern von verschiedenen Ausgangshäfen am 13.08.2016 nach Minsener Oog segeln. Aufgrund der Wind- und Stromrichtung wird im ostfriesischen Wattenmeer nirgendwo mehr Müll angespült, als an den Stränden der Vogelschutzinsel. Medienvertreter sind herzlich eingeladen, die Aktion zu begleiten. Die Boote fahren mit dem Morgenhochwasser nach Minsener Oog, um an der Südflanke trockenzufallen, die Insel „aufzuräumen“ und am Abend mit dem zweiten Hochwasser zurückzukehren.

Soltwaters führt die Müllsammelaktion auf Minsener Oog in Abstimmung mit der Nationalparkverwaltung und dem Mellumrat Müll durch. Zu diesem Zeitpunkt ist die Brutsaison abgeschlossen und es erfolgt nur eine minimale Störung durch die Müllsammler.

Wattfahrer sollten jedoch nicht nur während einer solchen Aktion die Augen offen halten, sondern auch Müll einsammeln, wenn sie diesen im Watt oder auch am Strand finden. Hierzu haben wir auf Anregung der niederländischen Web-Seite www.waddenzee.nl ein Richtline zur Sammlung von Plastikabfällen ins deutsche übertragen und noch um die Punkte Munition und weißer Phosphor ergänzt. Dieser ist besonders gefährlich, da er leicht mit Bernstein verwechselt werden kann und sich bei Kontakt mit Sauerstoff und Temperaturen von über 20 Grad selbst entzündet.

Richtline Plastikabfallsammlung

Steganlage Fedderwardersiel kann angelaufen werden

Unsere Steganlage in Fedderwardersiel liegt wieder an ihrem Platz und kann genutzt werden. Das Liegen ist maximal für 3 Tage möglich und kostenlos.

Schiffe mit einem Gewicht von über 12 Tonnen sollten an der Kaimauer festmachen. Dies ist an unserer Anlage nicht möglich.

Wattfahrt morgen? Was Soltwaters will in der Befahrensregelung

Über die neue Befahrensregelung wurde auf der Jahreshauptversammlung am 13.02.2016 in Bad Zwischenahn ausführlich gesprochen. Für die geplante Novellierung der Befahrensregelung wurden von den Mitgliedern folgende Forderungen aufgestellt:

Vor dem Hintergrund der weit vorangeschrittenen Planungen zur Befahrensregelung appellieren wir als diejenigen, die mit ihren Booten im Watt zuhause sind an die Verkehrsminister der Küstenländer die Menschen, die an der deutschen Nordseekünste Schifffahrt betreiben, nicht aus ihrem angestammten Revier auszusperren.

„Wattfahrt morgen? Was Soltwaters will in der Befahrensregelung“ weiterlesen

BOATFIT 2016

P1050313 (640x480) P1050308 (640x480) P1050301 (640x480)Wir sind dieses Jahr wieder auf der BOATFIT vom 26.02.2016 bis 28.02.2016 in Halle 7 B51 vertreten. Schwerpunktthema ist die Novellierung der Befahrensregelung im Wattenmeer. Auf unserem Stand informieren wir über den uns derzeitig bekannten Sachstand. Zum Hallenplan geht es über diesen Link.

Fragen zum Fahren und den Umgang mit den Schutzgebieten in den Niederlanden werden sachkundig durch einen Vetreter unserer Schwestervereinigung den Wadvaarders beantwortet.

Professor i.R., Dr. Peter Reichelt nimmt eine kritische Betrachtung zum Thema „Wattfahrt heute – und morgen?“ vor. Die Vorträge mit anschliessender Diskussion finden in Halle 7 statt. Am Freitag, den 26.02.2016 um 14.00 Uhr und Sonntag, den 28.02.2016 um 17.00 Uhr.

Niemand will marode Gieselau-Schleuse haben

lautet die Überschrift des gestern erschienenen Artikels in der Schleswig Holsteinischen Landeszeitung. Der Bund bietet an, die Hälfte der Investitionskosten zu übernehmen, wenn denn das Land Schleswig-Holstein, die beteiligten Kommunen und sonstige Dritte die restlichen Kosten aufbringen. Das WSA schätzt die Reparaturkosten auf ca. 2 Millionen Euro, aber das Ausmaß der Schäden ist noch nicht abschliessend ermittelt.

Die Unterhaltungskosten betragen nach Angaben des WSA pro Jahr 250.000 EUR. Die Einnahmen betragen dagegen jährlich ca. 10.000 EUR. Etwa 1.600 Wassersportler nutzen die Schleuse pro Jahr.

Inzwischen haben über 2.600 Personen die Online-Petition unterzeichnet.

HIER geht es zum Artikel in der Schlweswig Holsteinischen Landeszeitung.

HIER zur Online-Petition.

Während der BOATFIT in Bremen vom 26. – 28.02.2016 besteht am Stand von Soltwaters die Möglichkeit ebenfalls die Petition zu unterzeichnen. Was mit der Rettung des Elisabethfehnkanals möglich war, sollte doch auch mit der Giselauschleuse gelingen!

Wattfahrt morgen?

Wattfahrer fühlen sich eng der Natur verbunden und wollen durch ihr Verhalten sicherstellen, dass das so bleibt. Vom verantwortungsbewussten Bootsführer im Watt geht in der Regel keine Störung der Natur aus. Wenn an bestimmten Stellen zu bestimmten Zeiten ein Schutzbedürfnis erkennbar und halbwegs nachvollziehbar ist, akzeptiert jeder die erforderlichen Einschränkungen um diesen Schutz zu gewährleisten. Deshalb muss, bevor ein neues Schutzgebiet eingerichtet werden soll ein zwingend nachvollziehbares Erfordernis begründet werden! Die generelle Behauptung, dass Sportboote die Natur stören reicht nicht, wenn es um solch einschränkende Beschränkungen wie Aussperrungen geht.

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Steg in Fedderwardersiel repariert

Der Soltwaters-Steg in Fedderwardersiel wurde repariert.

Ein Teil hat neue Bretter bekommen. Die Anlage wurde befestigt und kann wieder genutzt werden.

Gut sichtbar ist, dass ein Teil der alten Bretter – ggfs. zur nächsten Saison – getauscht werden muss. Die Nieten ragen nämlich teilweise schon heraus. Beim Tausch der in die Jahre gekommenen Bretter sollten Nieten in Zukunft nicht mehr verwenden werden.

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